Stefan Bombaci (Jahrgang 1965) legt in seinen Arbeiten die Sinnschichten des Sinnlichen frei.
An der Oberfläche trifft zunächst die Gegenwart auf unser Auge. Aber was ist unter der Oberfläche,
wie wird das Sichtbare getragen und wodurch?

Wie Jahresringe eines Baumes, in die sich das Bedeutsame anderer Zeiten eingeschrieben hat, dringt
der Künstler in die Dinge ein, schabt Oberflächen weg, kollagiert Bedeutungsfragmente, konfrontiert
Materialien, Oberflächen, Bedeutungsvolles, Rätselhaftes, Banales. Er horcht, welche materialen Klänge
sich ergeben, Akkorde, Homophonien, Dissonanzen. Ganz behutsam begegnen sich Erinnerungen und
Erwartungen. Man beobachtet, wie sich dabei Bedeutungen verschieben, aufheben, verstärken.

Bombacis Kunst zeigt, wie das Sinnhafte durch die Inszenierung von Sinnlichem ins Schillern gerät.
Kompositionen aus Zwischentönen.